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„Choking Game“ -Wenn ein Social-Media-Trend zur Lebensgefahr wird

  • 21. Juni
  • 2 Min. Lesezeit

Immer wieder tauchen auf sozialen Netzwerken Trends auf, die als Mutprobe oder Challenge dargestellt werden. Viele verschwinden nach kurzer Zeit wieder. Andere kehren zurück und stellen eine erhebliche Gefahr für Kinder und Jugendliche dar. Dazu gehört das sogenannte „Choking Game“, vor dem aktuell auch die Polizei ausdrücklich warnt.


Anlass ist ein Vorfall an einer Schule im Raum Wilhelmshaven und Friesland. Dort wurde ein Schüler im Rahmen dieser Mutprobe von einem Mitschüler so lange gewürgt, bis er das Bewusstsein verlor. Glücklicherweise konnte der Jugendliche medizinisch versorgt werden. Gegen den mutmaßlichen Verursacher wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Die Polizei nutzt diesen Fall, um eindringlich vor Nachahmungen zu warnen.


Das Gefährliche an diesem Trend ist, dass er auf sozialen Netzwerken häufig als Mutprobe, Herausforderung oder vermeintlich harmloser Spaß dargestellt wird. Tatsächlich handelt es sich jedoch um ein lebensgefährliches Verhalten. Bereits ein kurzer Sauerstoffmangel kann schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben. Neben dauerhaften Hirnschäden können auch Herzrhythmusstörungen, schwere Verletzungen oder sogar tödliche Folgen eintreten.

Besonders problematisch ist die Rolle sozialer Medien. Solche Vorfälle werden häufig gefilmt und anschließend veröffentlicht. Dadurch entsteht bei anderen Kindern und Jugendlichen der Eindruck, es handele sich um eine weitere Challenge, die Aufmerksamkeit und Reichweite verspricht. Genau dieser Mechanismus führt immer wieder dazu, dass gefährliche Trends nachgeahmt werden.


Für Eltern und Lehrkräfte ist dieser Fall ein wichtiger Anlass, das Gespräch mit Kindern und Jugendlichen zu suchen. Viele kennen den Begriff „Choking Game“ oder ähnliche Bezeichnungen aus sozialen Netzwerken, ohne sich der tatsächlichen Gefahren bewusst zu sein. Umso wichtiger ist es, deutlich zu machen, dass es sich hierbei nicht um einen harmlosen Trend handelt, sondern um eine lebensgefährliche Handlung mit erheblichen gesundheitlichen und strafrechtlichen Konsequenzen.


Kinder sollten wissen, dass echter Mut nicht darin besteht, gefährliche Challenges mitzumachen oder andere dazu zu überreden. Mut bedeutet vielmehr, Gruppendruck zu widerstehen, Hilfe zu holen und gefährliche Situationen frühzeitig zu beenden.


Weitere Informationen zu dem aktuellen Vorfall sowie den Warnhinweisen der Polizei finden Sie in der Berichterstattung des NDR:


Bild KI-generiert:


 
 
 

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